Die Mondnacht
Schubert, Franz
Siehe, wie die Mondenstrahlen
Busch und Flur in Silber mahlen!
Wie das Bächlein rollt und glimmt!
Strahlen regnen, Funken schmettern
Von den sanftgeregten Blättern,
Und die Tauflur glänzt und glimmt.
Glänzend erdämmern der Berge Gipfel,
Glänzend der Pappeln wogende Wipfel.
Durch die glanzumrauschten Räume
Flüstern Stimmen, gaukeln Träume,
Sprechen mir vertraulich zu.
Seligkeit, die mich gemahnet,
Höchste Lust, die süss mich schwanet,
Sprich, wo blühst, wo zeitigst du?
Sprenge die Brust nicht, mächtiges Sehnen!
Löschet die Wehmut, labende Tränen!