Die Nachtigall
Franz Peter Schubert
Bescheiden verborgen im buschigen
Gang
Erhob Philomele den Zaubergesang,
Er schildert der Treue entzückenden
Lohn
In hallenden Schlägen, im wirbelnden Ton.
Bald
gleitet die Stimme aus sanfterer
Brust,
Als Hauch der Gefühle, als Zeuge der Lust;
Ach horch!
wie der Seufzer der Sehnsucht verhallt,
Wenn lieblicher Einklang der Seelen erschallt.
So, Freundinn! ertönte dein
himmlisches Lied,
Als Cynthia traulich
die Finsterniß schied,
Es wehte mir Frieden mit
wonnigen Schmerz
Aus Schwingen der Laute
ins fühlende Herz.