Die Sternennächte

Schubert, Franz

In Mond erhellten Nächten,

Mit dem Geschick' zu rechten,

Hat diese Brust verlernt.

Der Himmel, reich besternt,

Umwoget mich mit Frieden.

Da denk' ich: Auch hienieden

Gedeihet manche Blume;

Und frischer schaut der stumme,

Sonst trübe Blick hinauf

Zu ew'ger Sterne Lauf.

[Auf ihnen quälen Schmerzen,

Auf ihnen bluten Herzen] -

Sie aber strahlen heiter.

So schließ' ich selig weiter:

Auch unsre kleine Erde,

Voll Mißton und Gefährde,

Sich als ein heiter Licht

In's Diadem verflicht.

So werden Sterne

Durch die Ferne!