Dithyrambe

Franz Peter Schubert

Nimmer, das glaubt mir,

Erscheinen

die Götter,

Nimmer allein.

Kaum daß ich Bacchus den lustigen habe,

Kommt auch

schon Amor, der lächelnde Knabe,

Phöbus der Herrliche findet sich ein.

Sie nahen, sie kommen

Die Himmlischen alle,

Mit Göttern erfüllt sich

Die irdische Halle.

Sagt, wie bewirth' ich,

Der Erdegebohrne,

Himmlischen Chor?

Schenket

mir euer unsterbliches Leben,

Götter! Was kann euch der Sterbliche geben?

Hebet zu eurem Olymp mich empor!

Die Freude, sie wohnt nur

In Jupiters Saale,

O füllet mit Nektar,

O reicht mir die Schale!

Reich ihm die Schale!

Schenke

dem Dichter,

Hebe nur ein.

Netz' ihm die Augen mit himmlischem Thaue,

Daß er den Styx, den verhaßten, nicht schaue,

Einer der Unsern sich dünke zu sein.

Sie rauschet, sie perlet,

Die himmlische Quelle,

Der Busen wird ruhig,

Das Auge wird helle