Fragment aus dem Aischylos
Schubert, Franz
So wird der Mann, der sonder Zwang
Gerecht ist, nicht unglücklich seyn;
Versinken ganz in Elend kann er nimmer,
Indeß der frevelnde Verbrecher
Im Strom der Zeit gewaltsam untersinkt,
Wenn am zerschmetterten Maste
Das Wetter die Segel ergreift.
Er ruft von keinem Ohr vernommen,
Kämpft in des Strudels Mitte hoffnungslos.
Des Frevlers lacht die Gottheit jetzt,
Sieht ihn, nun nicht mehr stolz, in Banden
Der Noth verstrickt, umsonst die Felsbank fliehn;
An der Vergeltung Fels scheitert sein Glück
Und unbeweint versinkt er.