Gott, höre meine Stimme

Schubert, Franz

Gott! Gott! höre meine Stimme,

Höre gnädig auf mein Flehn!

Sieh, ich liege hier im Staube!

Soll die Hoffnung, soll der Glaube

An dein Vaterherz vergehn?

Er soll es büßen mit seinem Blute,

Was er gewagt mit freudigem Muthe,

Was er für mich und die Liebe gethan?

Sind all die Wünsche nur eitle Träume,

Zerknickt die Hoffnung die zarten Keime,

Ist Lieb' und Seligkeit nur ein Wahn?

Nein! nein! das kannst du nicht gebieten,

Das wird dein Vaterherz verhüten,

Gott, du bist meine Zuversicht!

Du wirst zwey Herzen so nicht trennen,

Die nur vereinigt schlagen können!

Nein, Vater, nein, das kannst du nicht!