Himmelsfunken

Schubert, Franz

Der Odem Gottes weht!

Still wird die Sehnsucht wach;

Das trunkne Herz vergeht

In wundersüßem Ach!

Wie löst sich äthermild

Der Erde schweres Band,

Die heil'ge Thräne quillt,

Ach! nach des Himmels Land.

Wie mächtig hebt das Herz

Sich zu den blauen Höh'n!

Was macht vor süßem Schmerz

Es ach! so zart vergehn? -

O süßer Hochgenuß!

Mild, wie des Himmels Thau,

Winkt Gottes Feyergruß

Hoch aus dem stillen Blau!

Und das verwaiste Herz

Vernimmt den stillen Ruf,

Und sehnt sich heimathwärts

Zum Vater, der es schuf!