Hoffnung

Franz Peter Schubert

Es reden und träumen die Menschen viel

Von bessern künftigen

Tagen,

Nach einem glücklichen goldenen Ziel

Sieht man sie rennen und jagen.

Die Welt wird alt und wird

wieder jung,

Doch der Mensch hofft immer Verbesserung!

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,

Sie umflattert den fröhlichen Knaben,

Den Jüngling begeistert

ihr Zauberschein,

Sie wird mit dem Greis nicht begraben,

Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,

Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer

schmeichelnder Wahn,

Erzeugt im Gehirne des Thoren.

Im Herzen kündet es laut sich an,

Zu was besserm sind wir gebohren,

Und was die innere Stimme spricht,

Das täuscht die hoffende Seele nicht.