Lambertine
Schubert, Franz
O Liebe, die mein Herz erfüllet,
Wie wonnevoll ist deine Seligkeit,
Doch ach, wie grausam peinigend durchwühlet
Mich Hoffnungslosigkeit.
Er liebt mich nicht, er liebt mich nicht, verloren
Ist ohne ihn des Lebens süße Lust,
Ich bin zu bittern Leiden nur geboren,
Nur Schmerz drückt meine Brust.
Doch nein, bey Gott, ich will nicht ferner klagen,
Zu sehen ihn, gönnt mir das Schicksal noch,
Darf ich ihm auch nicht meine Liebe sagen,
Gnügt mir sein Anblick doch.
Sein Bild ist Trost in meinem stillen Kummer,
Hier hab' ich's mir zur Wonne aufgestellt,
Dieß soll mich laben, bis daß ew'ger Schlummer
Mein mattes Herz befällt.