Nachtviolen

Schubert, Franz

Nachtviolen, Nachtviolen!

Dunkle Augen, seelenvolle, -

Selig ist es sich versinken

In den sammtnen Blau.

Grüne Blätter streben freudig

Euch zu hellen, euch zu schmücken;

Doch ihr blicket ernst und schweigend

In die laue Frühlingsluft.

Ja, so fesselt ihr den Dichter:

Mit erhabnem Wehmuthstrahle

Trafet ihr sein treues Herz.

Und nun blüht in stummen Nächten

Fort die heilige Verbindung.

[Unaussprechlich, unbegriffen,

Und die Welt erbleicht und sinkt.]