Nähe des Geliebten

Franz Peter Schubert

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer

Vom Meere

strahlt;

Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer

In Quellen mahlt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege

Der Staub sich hebt;

In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege

Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

Die Welle steigt.

Im stillen

Haine geh'

ich oft zu

lauschen,

Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,

Du bist mir nah!

Die Sonne

sinkt, bald

leuchten mir die Sterne.

O wärst du da!