Sehnsucht
Franz Peter Schubert
Meine Ruh' ist dahin,
Meine Freud' ist entflohn;
In dem Flüstern
der Lüfte,
In dem Rauschen
des Bachs,
Hör' ich bebend
nur Klageton.
Seinem schmeichelnden
Wort
Und dem Druck seiner Hand,
Seinem heißen Verlangen,
Seinem glühenden Kuß -
Weh mir, daß ich nicht widerstand!
Wenn ich von fern Ihn seh,
Will
ich ihn zu mir ziehn;
Kaum entdeckt mich sein Auge,
Kaum tritt näher er mir,
Möcht' ich gern in mein Grab
entfliehn.
Einmal, ach einmal nur
Möcht' ich ihn glücklich sehn
Hier, am klopfenden Herzen;
An der sehnenden Brust;
Wollte dann lächelnd untergehn! -