Die Wasserlilie

G. Barth

Der Mond schaut fern herüber,

der See schweigt wie im Traum,

da steh' ich am Gestade

und lausch', und atme kaum.

Die Wasserlilie hebet sich

empor mit weißer Brust,

sie schüttelt die gold'nen Locken,

sie bebt vor Schmerz und Lust.

Sie lauscht und tauchet nieder

und kühlt im Bad die Glut;

sie taucht empor und nahet,

sie zieht mich in die Flut.