Der Verbannte
G. Bradsky
Heim zieht mit dem Sommer
Die Schwalb' über See,
Bald kündet der Wind
Deinen Wäldern mein Weh';
Das Schiff, das er treibt,
Findet Häfen bei dir --
Verwehrt bleibt die Heimath
Zu grüßen nur mir.
Es weinen da viele,
Doch Eine die weint
Ihre einsame Thräne
So ferne dem Freund.
So ferne, du Liebste,
Unsägliches Weh'!
Ob der Tod uns scheidet,
Ob nur die See?
Ruht weiß auf dem Meere
Die Wolke vor mir,
Denk' ich weißer Gestade
Und träume von dir.
Doch die Wolke sie hebt sich
Zu blauen Höhn --
Wir werden im Himmel
Uns wiedersehn.