Trieb

G. Dreyfus

Es treiben mich brennende Lebensgewalten,

Gefühle, die ich nicht zügeln kann.

Und Gedanken, die sich zur Form gestalten,

Sie greifen mich wie Wölfe an.

Ich irre durch duftende Sonnentage...

Und die Nacht erschüttert von meinem Schrei.

Meine Lust stöhnt wie eine Marterklage

Und reißt sich von ihrer Fessel frei.

Und schwebt auf zitternden, schimmernden Schwingen

Dem sonn'gen Thal in den jungen Schoß,

Und läßt sich von jedem Mai'nhauch bezwingen

Und giebt der Natur sich willenlos.