Siehe, schon harret er dein!

G. Flügel

Siehe, schon harret er dein!

Während du muthlos noch zagest,

Bitterlich weinest und klagest,

Nichts zu hoffen mehr wagest,

Wähnest, von ihm verlassen zu sein.

Siehe, schon macht er sich auf!

Hat er doch selber gelitten,

Daß er verstehe dein Bitten!

Herz, mit eilenden Schritten

Ihm denn entgegen richte den Lauf!

Siehe, dort kommt er daher!

Mild, auf dem dunkelen Pfade

Leuchtend von Huld und von Gnade,

Daß er freundlich dich lade:

Komme zu mir mit aller Beschwer!

Siehe, nun tritt er herzu!

Öffnet voll Liebe die Arme,

Daß er sich deiner erbarme,

Dich nach schmerzlichem Harme

Labe mit himmlisch seliger Ruh.