Der Krieger und sein Ross
G. Hölzel
Heimatsfern auf fremder Erde
liegt der Krieger blutbedeckt
neben seinem treuen Pferde
leichenbleich dahingestreckt.
Seine matten Blicke gleiten
sehnend hin zum Vaterland,
wo ihm einst in schöner'n Zeiten
freudenreich das Leben schwand.
Und mit schmerzlicher Gebärde
spricht der wack're Kampfgesell
d'rauf zu seinem flinken Pferde:
„In die Heimat eile schnell!
Grüß' die Berge, Täler, Flüsse,
grüß' die Mutter hochbetagt,
auch mein holdes Söhnlein grüße,
welches nach dem Vater fragt.
Grüß' die Freunde in der Runde,
grüß' den Vater alt und schwach,
und der Gattin bring die Kunde,
dass ich ihr die Treue brach.
Uns'rer Liebe heil'ge Bande
sind gelöst für diese Welt,
denn ich hab' im fremden Lande
mit der Erde mich vermählt.“