Mein Vaterland

G. Pezold

Dem Land, wo meine Wiege stand,

Ist doch kein andres gleich;

Es ist mein liebes Vaterland

Und heißt das deutsche Reich.

Wie lieblich sind hier Berg und Thal,

Die Wälder wie so schön!

Wie lockend auf im Sonnenstrahl

Die rebumkränzten Höhn!

An Städten rauscht vorbei der Strom,

Trägt reicher Kaufherrn Gut,

Und freundlich spiegelt Burg und Dom

Sich in der blauen Flut.

Mein Kaiser aber thront als Held

In tapfrer Heldenschar

Und führt in seinem Wappenfeld

Den sieggewohnten Aar.

Drum, fragt man mich nach meinem Land,

Brennt mir das Herz sogleich,

Und stolz dem Frager zugewandt,

Ruf' ich: "Das deutsche Reich!"