Aria: Du Aufenthalt der blassen Sorgen
G. Telemann
Du Aufenthalt der blassen Sorgen,
verhasste Welt zu guter Nacht.
Du bist ein ungestümes Meer,
das an keinem Hafen stellt,
ein Kerker, der uns hart gefangen hält,
ein Labyrinth,
wo man in seiner Not kein Ende findt,
ein Lazareth, wo man nur siech und krank,
ein wüster Ort, wo stets ein kläglicher Gesang
in die erschocknen Ohren fällt.
Arioso
Komm, sanfter Tod, du Schlafes Bruder,
komm, löse meines Schiffleins Ruder
und führe meines Lebens Kahn
ans Land der guten Hoffnung an,
wo stete Ruh und Freude lacht.
Recitativo
Im Himmel ist der Sitz vollkommner Freuden,
wo Jesus selber will auf Rosen weiden,
und darauf geht mein Sinn,
drum fahre Welt und alles hin.