O du, von der getrennt

G. Vierling

O du, von der getrennt mich

Unbeugsame Gewalten,

Feindselige Schrecken halten,

Die deiner Tage Herrn!

O sprich, wie kann ich athmen,

Wo deines Hauches Ambra

Nicht alle Lüfte würzet,

O sprich, wie kann ich athmen,

Von deinem Munde fern?

O sprich, wie kann ich leben,

Getrennt von einem Lichte,

Dem seine Strahlenwonne

Zu danken hat der Sonne

Lichtloser, dunkler Kern?

O sprich, wie kann ich leben

Fern deinem Angesichte,

Fern deinem Augenstern?