Ach, meine Liebe, werft sie mir nicht vor

G. von Zieritz

Ach, meine Liebe, werft sie mir nicht vor,

ihr Damen: daß mich tausend Brände brannten

und tausend Schmerzen mich ihr eigen nannten

und daß ich weinend meine Zeit verlor.

Hängt meinem Namen keinen Tadel an.

Ich unterlag, doch der mich überwunden,

der Gott, liegt in der Luft. Seid still. er kann

mit einem Male, wenn er euch gefunden,

ohne daß er Adonis und Vulkan

heraufbemühte, euch so so heftig nahn,

daß ihr nicht anders könnt, als mehr noch lieben.

Und vielleicht ruht er dann nicht eher, bis

ihr rasend seid, und häuft das Hindernis

und treibt euch ärger, als er mich getrieben.