Ich geb' dir einen Namen

H. Bijvanck

Ich geb' Dir einen Namen, süß wie Wein --

Gleich einer Beere schmiegt er sich im Munde,

Auf der sich manche milde Sonnenstunde

Verträumte in die Dämmerung hinein.

In diesem Namen warst Du immer mein,

Solang' ich meine Sehnsucht mir erkunde,

Und alles Wehgeschlagene und Wunde

Heilte der Glaube an Dein Nahesein.

Ich kenn' Dich gut, Du bist mir oft begegnet,

In vielen Wesen aufgeteilt: oft nur

In einem Aug', von Tränen überregnet,

In einer leise eingekerbten Spur

An liebem Mund, in einem Beben nur

Von Händen, die mir meine Not gesegnet.