Nenn ich dich Aufgang oder Untergang

H. Eisler

Nenn ich dich Aufgang oder Untergang?

Denn manchmal bin ich vor dem Morgen bang

und greife scheu nach seiner Rosen Röte -

und ahne eine Angst in seiner Flöte

vor Tagen, welche liedlos sind und lang.

Aber die Abende sind mild und mein,

von meinem Schauen sind sie still beschienen;

in meinem Armen schlafen Wälder ein, -

und ich bin selbst das Klingen über ihnen,

und mit dem Dunkel in den Violinen

verwandt durch all mein Dunkelsein.