An den Mond
H. Esser
Grüße mein Liebchen, Mond,
die in der Ferne wohnt;
wird jetzt wohl einsam geh'n,
still zu dir aufwärts seh'n.
Trag' ihr, mein Bote du,
herzliche Grüße zu.
Blickt sie dich freundlich an,
sage der Holden dann,
was mir den Busen presst,
nimmer mich ruhen lässt;
trag' ihr, mein Bote du,
all' meine Wünsche zu.
Wandelst so ruhig fort -
Hörst du der Liebe Wort?
Grüße mein Liebchen, Mond,
die in der Ferne wohnt,
trag' ihr, mein Bote du,
Küsse der Liebe zu.