Vom Monde

H. Gál

Wind, Wind, sause,

der Mond ist nicht zu Hause;

er ist wohl hinter den Berg gegangen,

will vielleicht eine Sternschnuppe fangen,

Wind, Wind, sause.

Stern, Stern, scheine,

der Mond, der ist noch kleine;

Stern, Stern, scheine,

er hat die Sichel in der Hand,

er mäht das Gras am Himmelsrand,

Stern, Stern, scheine.

Singe, Vogel, singe,

der Mond ist guter Dinge;

er steckt den halben Taler raus,

das sieht blank und lustig aus,

singe, Vogel, singe.

Und hell wird's, immer heller;

der Mond, der hat 'nen Teller

mit allerfeinstem Silbersand,

den streut er über Meer und Land,

und hell wird's, immer heller.