Rings im Wald und auf der grünen Heide

H. Jelmoli

Rings im Wald und auf der grünen Heide

bricht der milde Mai nun an,

daß mit Recht der holden Augenweide

sich das Herz getrösten kann.

Doch ich seh für meinen Mut

nur den einen

Trost mir scheinen:

wie sie gar so gut.

Wohl dem Lenz, daß ihn die Vogellieder

freuen und der Blumen Pracht,

sich getrösten darf er dessen wieder,

da ihm alles beides lacht.

Kann er froh an beidem sein:

an den Düften

und in Lüften

an den Vögelein.

Mehr erfreuet mich ihr hold Gemüte,

als die Blümlein blau und rot,

und ich singe nicht, bis ihre Güte

mich befreit von Liebesnot.

Denn ihr Gruß kann mir allein

Wonnen spenden,

Schmerzen enden,

mich vom Leid befrein.