Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt

H. Kox

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein

Blatt: wir sind Freunde.

Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und

lehren sie gehn:

die Zeit kehrt zurück in die Schale.

Im Spiegel ist Sonntag,

im Traum wird geschlafen,

der Mund redet wahr.

Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der

Geliebten:

wir sehen uns an,

wir sagen uns Dunkles,

wir lieben einander wie Mohn und

Gedächtnis,

wir schlafen wie Wein in den Muscheln,

wir das Meer im Blutenstrahl des Mondes.

Wir stehen umschlungen im Fenster, sie

sehen uns zu von der Straße:

es ist Zeit, daß man weiß!

Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen

bequemt,

daß der Unrast ein Herz schlägt.

Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

Es ist Zeit.