Kriegslied
Marschner, Heinrich
Trompetenklang! Trompetenklang!
Was schmettern die Trompeten?
Die Freiheit geht die Welt entlang
und will den Feind zertreten.
Wie Glockenton, wie Sturmwind braust
aus ihrem Mund die Rede:
Ihr Alten und ihr Jungen, auf
zur allgemeinen Fehde!
Trompetenklang! Trompetenklang!
Was schmettern die Trompeten?
Die Freiheit will erfochten sein
und will nicht sein erbeten.
Auf Blumenkränzen nicht, gestreut
von Kindern und von Weibern,
die Freiheit schreitet in das Land
auf toten Heldenleibern!
Trompetenklang! Trompetenklang!
Was schmettern die Trompeten?
Von Worten rafft zur Tat euch auf,
ihr Dichter und Poeten!
Das Schwert zur Hand, das scharfe Schwert!
Die Feder macht zum Eisen,
um den Erdrückern euer Recht
zuschlagend zu beweisen!
Trompetenklang! Trompetenklang!
Was schmettern die Trompeten?
Die Kugel bringt den Sieg gewiss,
den wir umsonst erflehten.
D'rum auf, d'rum auf mit frischem Mut,
d'rum auf mit frischem Hasse,
zum Schutz, zum Heil dem Vaterland
der Freiheit eine Gasse!