Testament

Marschner, Heinrich

Im alten Fass zu Heidelberg

Da müsst ihr mich begraben,

In diese weltberühmte Gruft

Versenkt den alten Knaben.

Besprengt das Fass mit goldnem Wein,

Mit rothem und mit weissem,

Und dann müsst ihr ganz feierlich

Die Gläser d'ran zerschmeisen.

D'rauf hält der so am trunksten ist

Mir eine Grabesrede,

Doch wer nur mit der Wimper zuckt,

Dem schwöret Hass und Fehde.

Habt ihr die Lichter ausgethan,

So singt noch ein paar Lieder,

Pocht dreimal dann am Fasse an,

Und kehrt zur Schenke wieder.

Kommt dann der nächste Herbst herbei,

Wo man den Wein thut pressen,

Rumor' ich in dem Fass herum

Und hab' euch nicht vergessen.