Die Lüfte weh'n so schaurig
Marschner, Heinrich
Die Lüfte weh'n so schaurig,
Die Welt ist rings so leer,
So traurig, o wie traurig!
Wer doch erst droben wär'!
O Welt, warum bist du so stumm?
Soll mir dein Schweigen zeigen,
Daß wenn auch Alles schlummert nun,
Die Schmerzen mir im Herzen
Alleine niemals ruhn.
Wie hatt' ich's sonst so gerne,
Wenn Alles schweigend lag,
Wenn wie aus weiter Ferne
Die Nacht in Träumen sprach.
O stille Zeit, so weit, so weit,
Wann steigst du wieder nieder
Und deckst mit deiner Frühlingsruh'
Dies Bangen und Verlangen,
Dies müde Auge zu?