Maria sitzt im Blütengarten

H. Reichenberger

Maria sitzt im Blütengarten,

Den kleinen Jesus thut sie warten.

Er liegt im sommerlichen Duft,

Die großen Augen in die Luft.

Die Fliegen ihn umsummen leise,

Sie schaukelt ihn und summt die Weise:

„Schlaf, Kindlein, schlaf!

Auf der Wiese gehn die Schaf'.

Weiße und schwarze durch den Klee,

Das thut den schönen Blumen weh.

Schneeweiß ist eines, das ist für dich.

Der Vater schenkt es dir sicherlich.

Doch mußt du erst wachsen und größer sein,

Dann darfst du es führen ganz allein.

Darfst es führen an einem Seidenband,

Es frißt dir gar niedlich aus der Hand.

Schlaf, Kindlein, schlaf!

Auf der Wiese gehn die Schaf'.”

Meister Joseph gönnt eben sich Ruh'

Sieht vom Vespern behaglich zu --