Das grüne Haus
H. Schmid
Ein grünes Haus steht an dem Weg,
Dem Wand'rer recht zu Frommen,
Gar viele Leute kehren ein,
Und alle sind willkommen.
Es dehnt sich gastlich Raum an Raum,
Hoch wölben sich die Hallen,
Und manches Plätzchen, still und weich,
Erweckt ein traut' Gefallen.
Hier ruhen Leib und Seele aus,
Die Brust sich freier hebet,
Erquickung haucht die kühle tust,
Die neu den Gast belebet.
Gar lust'ge Weisen spielen auf
Viel tausend Musikanten,
Und Frohsinn zieht in jedes Herz,
Und Kummer wird zu schanden.
Und wer das grüne Haus nicht kennt,
Dem ist's nicht wohl ergangen,
Dem hat des Waldes Zauber nie
Die Sinne hold umfangen.