Der Spielmann
H. Schmidt
Du mit deiner Fiedel,
bleibe hier nicht stehn,
weil mir Deine Liedel
so zu Herzen gehn,
daß ich ohne weinen
sie nicht hören kann,
und dann sehn mich immer
alle Leut so an.
Einer kam vorbei hier,
jünger noch als Du,
spielt auf seiner Geig' mir,
und ich hörte zu.
Doch als er Almosen
für sein Spiel erfrug,
gab ich ihm die Rosen,
die ich grade trug.
Mußt nun weiter wandern
alter Spielmann, gelt,
triffst vielleicht den andern
in der weiten Welt,
sag ihm dann, es dächte
sein ein Mägdelein,
dächte Tag und Nächte
unaufhörlich sein.