Mein Liebster ist so klein, daß ohne Bücken

Wolf, Hugo

Mein Liebster ist so klein, dass ohne Bücken

Er mir das Zimmer fegt mit seinen Locken.

Als er ins Gärtlein ging, Jasmin zu pflücken,

Ist er vor einer Schnecke sehr erschrocken.

Dann setzt er sich ins Haus um zu verschnaufen,

Da warf ihn eine Fliege übern Haufen;

Und als er hintrat an mein Fensterlein,

Stiess eine Bremse ihm den Schädel ein.

Verwünscht sei'n alle Fliegen, Schnaken, Bremsen,

Und wer ein Schätzchen hat aus den Maremmen!

Verwünscht sei'n alle Fliegen, Schnaken, Mücken

Und wer sich, wenn er küsst, so tief muss bücken!