Zur Heimat

I. von Mosel

Zur Heimath!

Dort, wo die Mutter mich gewiegt,

Ich mich in ihren Schooß geschmiegt --

Ach, Vater, Mutter sind nicht mehr.

Wenn nur noch Haus und Zimmer wär'!

Vielleicht doch wird das Bächlein ziehn,

Auch wohl die Fliederlaube blühn!

Und säh' ich nur den Leichenstein --

Mag auch wohl tief versunken sein!

Zur Heimath.

Zur Heimath!

Dort wo ich selber Vater bin,

Zur trauten Hausfrau steht der Sinn,

Wo mich die kleine Welt umringt,

Wo's nur von süßen Namen klingt!

Ach, zog mich's in die Weit' hinaus,

Nun zieht es stärker noch nach Haus,

In meiner lieber Gattin Arm,

Und in der Kinder frohen Schwarm!

Zur Heimath!

Dort, wo die Ahnung hin mich weist,

Zu deiner Heimath, o mein Geist,

Dereinst entkörpert und verklärt --

Vielleicht das nicht so lang es währt;

Wohin wir Alle, Alle gehn,

Und, was uns fehlet, wiedersehn,

Geschwister, Vater, Mutter, Kind,

Wo ew'ge Seligkeit beginnt!

Zur Heimath!