Jägers Lied bei Anblick des wilden Heeres
J. Amon
1. Jäger:
Was brauset so furchtbar durch Dunkel und Nacht,
was zischet gleich stürmenden Wogen?
Der Jäger aus Asquars ist wieder erwacht,
in Wolken, da kömmt er gezogen.
Chor:
Der wilde Jäger mit Hörnerklang,
wie ist dem Hirschlein so weh' und bang!
2. Jäger:
Der Jäger aus Asquars, ein mächtig' Gebild',
er führet die himmlischen Heere.
Auf neblichten Bahnen, da jagt er sein Wild,
nicht fruchtet dem Eber die Wehre.
Chor:
Der wilde Jäger mit Hörnerklang,
wie ist dem Wilde so weh' und bang!
1. Jäger:
Doch jaget der Mächt'ge auf duftigem Weg,
dann frommt auch dem Ird'schen kein Streben.
Ihm helfen nicht Hunde, nicht kundiger Weg,
die Pfeile, sie finden kein Leben.
Chor:
Erklingt der himmlische Hörnerklang,
o dann ist Walde und Hischlein bang.
Beide Jäger:
D'rum harre nicht länger, mein traulich Geschoß,
für heut' ist das Jagen geendet.
Die Geister, sie ronden, die Stunde ist groß,
die Nacht hat ihr Wunder gesendet.
Chor:
Und jagen die Geister den Wald entlang,
o dann winkt Liebchen dem Jäger so bang.