Treib' hin, du letzte Scholle Eis
J. Doebber
Treib' hin, du letzte Scholle Eis,
Brich' auf, du junges braunes Reis,
Ich hab' genug an all dem Weiß,
Säh's gerne grünen und blühen.
Der Lenz steht draußen vor dem Thor,
Das Veilchen spitzt sein blaues Ohr,
Wie sehr es auch die Nacht noch fror,
Es fühlt ein Schwellen und Glühen.
Ich athme Würz' und Wonnen ein,
Umfaßt von goldnem Sonnenschein,
Schon grüßte mich ein Vögelein,
Das schüttelte sein Gefieder.
Mir selber wird so federleicht,
Als ob ins Herz die Liebe schleicht,
Der Frühling kommt und lacht und reicht
Mir Blumen und neue Lieder.