Trost
J. Feyhl
Frühlingsnacht mit süßen Schauern
Dehnt sich über Flur und Hain;
Herz, mein Herz, nur du willst trauern,
Du allein willst freudlos sein?
Junge Blüten flüstern leise
Durch die Nacht wie Harfenweh'n
Fromme, ahnungsvolle Weise,
Und es klingt wie: Auferstehn!
Herz, mein Herz, laß ab zu klagen,
Herz, mein Herz, so sing auch du!
Laß dein Bangen, laß dein Zagen,
Denn auch dir wird Trost und Ruh.
Was an Freuden dir geschwunden,
Was an Liebe dir gebricht, --
Blick empor! -- auch deine Wunden
Sie vergißt der Himmel nicht.