Mädchenlied

J. Foerster

Ich hab drei Kränze gewunden

Gleich einer Schäferin

Und will sie nun verteilen

Nach meinem törichten Sinn.

Den ersten aus Eichenblättern,

Den drücke ich dir aufs Haupt;

Es liegt eine Kraft in der Eiche,

Auf die man vertraut und glaubt.

Den zweiten aus wilden Rosen

Geb' ich dem Bächlein im Wald,

Das färbt mit rosigem Leben

Die Wangen von Jung und Alt.

Den dritten aus Blumen es Feldes

Leg' ich dem Heiland aufs Haar,

Er soll keinen Dornenkranz tragen

In meinem seligsten Jahr.