Wandle wie im Traum befangen
J. Müller-Hermann
Wandle wie im Traum befangen
durch die altbekannten Gassen,
weiß nicht, wohin ich geh',
was um mich seh',
weiß nur, dass fern von hier
meine Liebe lebt.
Still, o still, mein ungestümes Herz!
Schließt euch, Augen, vor dem Zauberglanz,
der aus wonnigem Erinnern bricht!
Ob ich froh dich wiederfinde,
nicht mit tränenreichen Wangen?
Wirst, wie in früh'rer Zeit
nach Trennungsleid
in Liebe mich umfangen?