Widmung
J. Raff
Du schöne Maid, ich nahe dir mit Zagen.
Ein Blumensträußchen hab' ich dir gebunden,
o nimm es an! Es wird in stillen Stunden
dir manch' verschwiegenes Geheimnis klagen.
Erzählen kann es, wie du mir geschlagen
mit deinen Blicken tiefe Herzenswunden.
Doch soll ich glücklich werden und gesunden,
ein kleines Wörtchen brauchst du nur zu sagen.
O zürne nicht, du holdes Engelsbild!
Vergib, wenn dir zu kühn erschien mein Trachten;
bist ja so lieb und gut, so schön und mild.
Denk', dass mich deine Augen dazu brachten,
und sprich das Wort, das all mein Leiden stillt;
ein treues Herz, das darfst du nicht verachten!