Stille

J. Röntgen

Still, still, still!

Es schweiget Feld und see und Wald,

Kein Vogel singt, kein Fußtritt hallt;

Bald, bald

Kommt weiß und kalt

Der todte Winter

über dich, Erde,

Und deine Kinder.

Auch du wirst still,

Mein Herz; der Sturm, der sonst so wild

Dich rüttelt, schweigt. Ein jedes Bild

Verhüllt.

Ganz, ganz gestillt

Liegst du im Schlummer.

Es schweigt die Freude,

Es schläft der Kummer.

Still, still, still!

Er kommt, er kommt, der stille Traum

Von einen stillen kleinen Raum.

Kaum, kaum,

Du müder Baum,

Kannst du noch stehen.

Bald wird dich kein Auge

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