Scheiden
J. Schwick
Fahr' wohl, fahr' wohl auf immerdar,
Du Städtlein in dem Grunde,
Du Jugendzeit so wunderbar,
Ade zu dieser Stunde!
Noch glänzt ein Licht im Vaterhaus --
Ich muß zur weiten Welt hinaus.
Am Pfade dicht die Rose blüht,
So duftig rot, so eigen;
Ich schau' auf sie -- die Thräne glüht,
Da jedes Wort muß schweigen.
Ich grüße still zu Thal, zu Thal
Vieltausendmal, vieltausendmal.
Still brech' ich mir die Rose, glüh
Und netze sie mit Thränen,
Dann wend' ich mich, so weh wie nie,
Wie nie das Herz voll Sehnen.
Doch einmal grüß' ich noch zu Thal
Vieltausendmal, vieltausendmal.