Ritt durchs Leben
J. Štěpán
Ein Reiter, der vor Tau und Tag
die Straße liebte, zog ich aus,
und meine Hände hielten kaum
die Zügel an dem Sattelknopf,
und meine Stute schnob vor Lust
und dämmte ihrer Füße Sturm
mit Mühe nur. Ich jubelte,
und schlummernd lag das Leben da.
Am hohen Mittag kehr' ich heim
in wundervollem Sonnenlicht,
ein Reiter, der die Freiheit sich
gleich Blüten in die Locken wand,
und meine Hände halten kaum
die Zügel an dem Sattelknopf,
und lachend spring' ich ab vom Gaul,
und leuchtend liegt das Leben da.