Die Liebe 1
J. Straesser
Verstecke mich in deinem Süßblut
Nähe mich in den Saum deiner Haut ein.
Immer tragen wir Herz vom Herzen uns zu.
Pochende Naht
Hält unsere Schwellen vereint.
Wo mag der Tod mein Herz lassen?
In einem Brunnen, der fremd rauscht –
In einem Garten, der steinern steht –
Er wird es in einen reißenden Fluß werfen.
Mir bangt vor der Nacht
Daran kein Stern hängt.
Denn unzählige Sterne meines Herzens
Vergolden deinen Blutspiegel.
Liebe ist aus unserer Liebe vielfältig erblüht.
Wo mag der Tod mein Herz lassen?