Zunachten

J. Wetzel

Laufeuchte Winde schweifen,

Nachtvögel hört man überm Ried

Mit schweren Flügeln streifen

Und fern im Dorf ein Fischerlied.

Aus niegewesenen Zeiten

Sind trübe Sagen angestimmt

Und Klagen um ewige Leiden;

Weh dem, der sie bei Nacht vernimmt!

Laß klagen, Kind, laß rauschen!

Rings ist die Welt vom Leide schwer.

Wir wollen den Vögeln lauschen

Und auch dem Lied vom Dorfe her.