Schifferlied
K. Reinecke
Das Schiff streicht durch die Wellen, Fridolin.
Vom Ost die Segel schwellen, Fridolin.
Verschwunden ist der Strand
In die Ferne; o wie gerne
Wär' ich noch im Heimatland, Fridolin!
Wenn wild die Wellen brausen, Fridolin!
Und wenn die Stürme sausen, Fridolin!
So denk ich nur an dich,
Daß mir bliebe deine Liebe,
Und kein Sturm erschüttert mich, Fridolin!
Und wenn die Wellen rauschen, Fridolin!
Wird sie am Ufer lauschen, Fridolin.
O, dann eilt hin zu ihr!
Sie zu grüßen, sie zu küssen
Sagt ihr viel, recht viel von mir! Fridolin!
Mag ich auf Wellen schwanken, Fridolin.
Sind immer die Gedanken, Fridolin.
Bei dir im Heimatland;
Was ich singe, das erklinge
Bis hinüber an den Strand! Fridolin!
Ihr dunkelblauen Wogen, Fridolin.
Wo kommt ihr hergozogen, Fridolin.
Kommt ihr vom fernen Strand?
Laßt sie rollen, denn sie sollen
Noch zurück zum Heimatland! Fridolin!
Was ich jetzt von fern muß singen, Fridolin.!
Bald soll dir's näher klingen, Fridolin.
Mein' Fahrt ist bald vorbei;
Meine Lieder bring ich wieder
Und mit ihnen meine Treu! Fridolin!