Glaube nicht, daß ich aus Dummheit

K. Roeseling

Glaube nicht, daß ich aus Dummheit

Dulde deine Teufeleien;

Glaub auch nicht, ich sei ein Herrgott,

Der gewohnt ist zu verzeihen.

Deine Nücken, deine Tücken

Hab ich freilich still ertragen.

Andre Leut an meinem Platze

Hätten längst dich tot geschlagen.

Schweres Kreuz! Gleichviel, ich schlepp es!

Wirst mich stets geduldig finden -

Wisse, Weib, daß ich dich liebe,

Um zu büßen meine Sünden.

Ja, du bist mein Fegefeuer,

Doch aus deinen schlimmen Armen

Wird geläutert mich erlösen

Gottes Gnade und Erbarmen.