Die Dämmerung
K. Seckinger
Die Dämmerung naht – im Sterben liegt der Tag;
Sein Schatten deckt mich zu, der kühl auf einem Blatte lag,
Auf seinen roten Beeren.
Ich baute uns ein Himmelreich, dir unantastbar zu gehören;
Das aber an den Riffen deiner Herzensnacht zerbrach.
Die Vögel singen und vom Nachtigallenschlag,
Erzittert noch mein Bild am Wald im Bach.
– Dir will ich es verehren.
Die Dämmerung naht – im Sterben liegt der Tag
Und müde rankt sich meine Seele um dein Dach.