Sommers Tod
K. Weigl
Die Sonne sinkt.
Es kommt die Nacht
und Dunst und Dampf
legt weich und sacht
die kühle Hand
auf Wies und Feld,
auf Blum' und Gras.
Nun ruht sich aus
die müde Welt
von Schweiß und Glut.
Still träumt das Feld
von reifer Saat
und Überfluß -
Da klingt die Sens!
Mit Pink und Pauk
und hellem Klang
läuft's kalt und hart
das Feld entlang,
mit steifem Schritt
den Blumenpfad
geht still der Tod.
In Tränen steht,
was reift und blüht:
wird's wieder Tag
wenn Sonn' aufglüht,
mit voller Kraft
mit einem Schlag
mäht rauh der Tod.
Solch' Tod ist hart.